• 03/16/2010 16:50:33

    ATI Ubuntu Live CD
    Workaround fuer Ubuntu Live CD 6x TLS und ATI Karte
    from: cpom | Comments: 0

  • Ubuntu Linux hat den Ruf, ein einfach zu installierendes und zu wartendes System zu sein. Mit der Live- bzw. Desktop-CD ist es möglich einen Blick auf die Benutzeroberfläche zu werfen, und wenn gewünscht, innerhalb von 15 min. ein lauffähiges System zu haben. Leider hat sich sowohl auf der Dapper Drake (6.06 TLS) als auch auf der Edgy Eft(6.10) ein Bug ...

  • ... eingeschlichen, der einem diesen ersten Blick sowie schmerzfreie 15 min.- Installation verwehrt. Mit diesem Workaround (getestet mit ATI-Karte) sollte es funktionieren.

    Getestet mit:

    • Ubuntu Desktop/Live-CD 6.06 TLS und 6.10 x86_64
    • nForce4-Board
    • ATI-Radeon X800GT 256MB
    • 19 Zoll LCD LG L1950SQ

    Software:

    • Ubuntu CD x86_64

    Schritt 1 : Start der CD vorbereiten

    CD einlegen und und warten, bis das Menu mit den Boot-Optionen erscheint. Mit F2 die gewünschte Sprache einstellen, in diesem Fall: Deutsch. Ein Tastendruck auf F6 (weitere) bringt die erweiterten Boot-Optionen zum Vorschein. Alle Einträge nach rw werden gelöscht (siehe Bild). Nach einem Enter bootet die CD nun im Text-Modus und es sind Status-Meldungen zu sehen.

    ubuntu boot menu
    Bild 1 - zum Anzeigen auf das Bild klicken

    Schritt 2 : Den richtigen Treiber in der /etc/X11/xorg.conf eintragen

    Wenn man von dem Bug betroffen, sollte jetzt nur eine Eingabeaufforderung mit (etwa: ubuntu@ubuntu) erscheinen, bzw. eine Fehlermeldung, das der X-Server nicht gestartet werden konnte, in letzerem Fall wechselt man mit Strg+Alt+F1 auf einen Text-Console. Nun kann man mit seinem bevorzugten Editor die Datei /etc/X11/xorg.confeditieren.

    Mit dem vi (der auf jedem System installiert sein sollte) funktioniert das wie folgt

    • sudo vi /etc/X11/xorg.conf
    • nach der einer ' Section "Device" ' suchen, wo der Name der Graphikkarte oder des Chips steht (z.B. Radeon R423 )
    • beim Eintrag ' Driver "ati" 'den Cursor vor das a setzen
    • Taste "i" drücken (es sollte am unteren Rand -- INSERT -- erscheinen)
    • "radeon" eingeben und die Taste "Esc" drücken
    • alles hinter "radeon" mit der Taste "x" löschen
    • mit ":" und anschließend "x" abspeichern
    • wenn man auf Nummer sicher gehen will, dann kann man auch den Treiber "vesa" statt "radeon" benutzen


    Zum Schluss sollte die Datei in etwa so aussehen

    xorg.conf
    Bild 2 - zum Anzeigen auf das Bild klicken

    Schritt 3 : Neustart vom GDM

    Jetzt muß nur noch das Programm gdm neu gestartet werden und die graphische Benutzeroberfläche sollte erscheinen. Um das zu erreichen sind nur zwei kleine Schritte nötig:

    • "sudo pkill -x" beendet den ursprünglichen Prozess
    • "sudo gdm" startet einen neuen gdm-Prozess
    • Der X-server startet selbständig, wenn nicht, die Prozedur wiederholen und statt "radeon" "vesa" als Treiber eintragen
    Nun steh einem ersten Blick auf Ubuntu und/oder der Installation auf der Festplatte nichts mehr im Wege


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