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03/16/2010 23:25:37
CentOS 4.4 Xen und SuSE 10.2 Gast
Setup eines SuSE Gastes in einer CentOS 4 Xen dom0
from: cpom | Comments: 0 -
Das Ziel ist es, openSuSE 10.2 via ftp, http oder nfs in maximal 30 Minuten aufzusetzen, ohne eine CD oder DVD benutzen zu müssen.
Getestet mit:
- XEN 3.0.2-2
- CentOS 4.4 dom0
- einem Filesystem-Image und auf einer LVM-Partition
Software:
- Eine funktionierende dom0 mit CentOS 4.4 (64bit)
- Gerd Hoffmann's suse-prepare-install script
- SuSE 10.2 Xen kernel und install-initrd
- fdisk und kpartx (enthalten in device-multipath-tools bei CentOS)
Schritt 1 : Vorbereitung des Dateisystems für die Installation
Erstellen eines Dateisystem-Images oder einer LVM-Partition :
Für ein Dateisystem-Image mit 4096 MB (4 GB):
dd if=/dev/zero of=myhd.img bs=1M count=4096
Für ein LVM_Volume mit 4096 MB (4 GB) :
lvcreate -L 4096M -n MeinVolumenName MeineVolumenGruppe
Das Erstellen der Disk allein ist aber nicht ausreichend, ohne eine gültige Partitionstabelle findet das SuSE Installationsprogramm den Datenträger nicht. Darum wird jetzt erst einmal das Erstellte loopback gemountet.
Für ein Dateisystem-Image an /dev/loop0:
/sbin/losetup /dev/loop0 myhd.img
Für ein LVM-Volume an /dev/loop0:
/sbin/losetup /dev/loop0 /dev/MeineVolumenGruppe/MeinVolumenName
dann kann man es mit folgenden Schritten partitionieren:- /sbin/fdisk /dev/loop0
- Taste n für eine neue Partition
- Taste 1 (für die erste Partition)
- den Anfangs- oder Endzylinder auswählen (oder die defaults benutzen)
- Taste p (um sich die Partitionstabelle anzeigen zu lassen)
- Taste w (um die Partitionstabelle zu schreiben und fdisk zu beenden)
- Die Fehlermeldungen ignorieren ;)
Bild 1 - klicken um anzuzeigen
An dieser Stelle können die erstellten Partition(en) formatiert bzw. ein Dateisystem aufgebracht werden, dabei kommen kpartx und mkfs zum Einsatz
Um auf die Partition zgreifen zu können:
- /sbin/kpartx -av /dev/loop0
- dabei sollte (in etwa) diese Ausgabe erfolgen: add map loop0p1 : 0 8385867 linear /dev/loop0 63
- ein ls -l /dev/mapper/ sollte ein loop0p1 in der Liste anzeigen
- das Dateisystem anlegen: /sbin/mkfs.ext3 /dev/mapper/loop0p1
- Das Mapping deaktivieren: /sbin/kpartx -dv /dev/mapper/loop0p1
- Das Loopback deaktivieren: /sbin/losetup -d /dev/loop0
Das Dateisystem-Image und/oder das LVM-Volume sind nun für die Installation vorbereitet.
Man muss es nicht auf diese Art und Weise machen, aber es ist ein sicherer Weg
Schritt 2: Den SuSE Installationskernel und eine Ramdisk (initrd) für die domU vorbereiten
Schritt für Schritt:
Nun muss etwas heruntergeladen werden, Gerd Hoffmans suse-prepare-install script + kernel-xen-2.6.16.13-4.x86_64.rpm und install-initrd-1.0-19.x86_64.rpm von einem SuSE Mirror in der Nähe oder der Installations-CD/DVD. Diese 3 Dateien speichert man
zusammen in einem Verzeichnis und führt dann das Script aus.
- ein Verzeichnis anlegen z.B. mkdir -p /home/darkstar/suse_guest
- Alle 3 Dateien herunterladen und im Verzeichnis suse_guest abspeichern
- In das Verzeichnis suse_guest wechseln und das Script starten (als root: sh suse-prepare-install)
- die Ausgabe beobachten
Wenn das Script fehlerfrei abgelaufen ist, dann sind 2 neue Dateien vorhanden: inst.xen-2.6.16.13-4-x86_64-kernel und inst.xen-2.6.16.13-4-x86_64-ramdisk , der Xen-Kernel und die Ramdisk um die domU zu installieren, nach der Installation funktioniert die virtuelle Maschine auch mit dem während des Installationsprozesses in die virtuelle Maschine eingebrachten Kernel
Jetzt werden nur noch 2 Dinge benötigt,eine domU Konfigurationsdatei und ein klein wenig Glück.
Im Prinzip ist jetzt alles nötige vorhanden, Installationskernel und Ramdisk, ein vorbereitetes Dateisystem,jetzt fehlt nur nur noch eine Konfigurationsdatei um den Installationsprozess anzustossen, ein Blick auf meine Datei:
- kernel="/boot/vmlinuz-2.6.16-xen"
- ramdisk="/boot/initrd-xen.img"
- memory = 256
- name = "suse-mini1"
- vif = [ 'mac=00:16:3e:00:00:11' ]
- #dhcp = 'dhcp'
- disk = [ 'phy:VolGroup00/lsuse2,hda,w','phy:VolGroup00/lsuseswap,hdb,w' ]
- root = "/dev/hda1"
Idealerweise wird die Datei in/etx/xen/ abgelegt (z.B. mit dem Dateinamen suse)
Ich benutze hier einen XEN-Kernel von der Stange, zwei LVM-Volumes in der Volumengruppe VolGroup00, eine für das Root-Dateisystem und eine für den Swapbereich.Der Swapbereich wurde mit: /sbin/mkswap /dev/VolGroup00/lsuseswap initialisiert
Schritt 3: Die Installation starten
Alles ist nun vorbereitet und nun folgt der Moment der Wahrheit,es sollte aber funktionieren. Nach Eingabe einner langen Kommandozeile sollte die vorbereitete domU starten. Man kann das Verhalten der domU mit einigen Optionen beeinflussen, ich empfehle 512 MB oder mehr für die Installation zu benutzen.Es gibt noch eine Menge mehr Optionen, einfach mal Gerd Hoffmans Page vorbeischauen. Und den Vorgang anzustossen, wechselt man in das Verzeichnis mit den generierten inst-* Dateien.
Meine Kommandozeile (als root):
/usr/sbin/xm create suse -c kernel=inst.xen-2.6.16.13-4-x86_64-kernel ramdisk=inst.xen-2.6.16.13-4-x86_ 64-ramdisk \ extra="install=ftp://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/opensuse/distribution/SL-10.2/repo" memory=512
Anmerkung: Ich bevorzuge eine direkte Installation vom FTP-Server, das kann man mit derextra Option und dann install in der Kommandozeile erreichen. FTP , HTTP und NFS-Installationen sollten mit dieser Art der Vorgehensweise möglich sein. Ist der Startvorgang erfolgreich, dann sieht man die domU booten und kurz darauf den Installationsscreen von SuSe im Textmodus.
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